/zɛksuˈɛlə bəˈlɛstɪɡʊŋ/
Sexuelle Belästigung bezeichnet jedes unerwünschte sexualisierte Verhalten, das die Würde einer Person verletzt oder ein einschüchterndes, feindliches, erniedrigendes oder entwürdigendes Umfeld schafft. Entscheidend ist nicht die Absicht der handelnden Person, sondern die Wirkung und das fehlende Einverständnis der betroffenen Person.
Sexuelle Belästigung kann verbal (z. B. anzügliche Kommentare, sexualisierte Witze, Nachfragen zu Intimem), nonverbal (z. B. anstarrende Blicke, Gesten, Zeigen pornografischer Inhalte), physisch (z. B. unerwünschte Berührungen, Umarmungen, Blockieren des Weges) oder digital (z. B. unerwünschte Nachrichten, Bilder) erfolgen.
Im rechtlichen Kontext ist sexuelle Belästigung im Arbeitsumfeld ausdrücklich untersagt (z. B. im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz).
Sie stabilisiert Machtgefälle, indem sie Körper und Sexualität als Mittel der Dominanz einsetzt. Betroffene erleben häufig Scham, Angst, Verunsicherung oder berufliche Nachteile.
Sexuelle Belästigung ist Teil eines Spektrums sexualisierter Gewalt und unterscheidet sich klar von einvernehmlicher Interaktion durch das Fehlen von Konsens.