/kwiːɐ̯ femiˈnɪsmʊs/
Queer-Feminismus verbindet feministische und queere Perspektiven und analysiert gesellschaftliche Machtverhältnisse im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität. Er kritisiert die Annahme, dass es nur zwei feste Geschlechter gibt, und versteht Geschlecht als vielfältig und gesellschaftlich geprägt.
Ein zentrales Merkmal ist die intersektionale Perspektive, die berücksichtigt, dass Diskriminierung auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig wirken kann, etwa aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft. Queer-Feminismus bezieht ausdrücklich auch die Erfahrungen von trans*, nicht-binären und queeren Menschen ein.
Queer-Feminismus dient der Analyse und Sichtbarmachung struktureller Ungleichheiten und hinterfragt gesellschaftliche Normen, die bestimmte Identitäten bevorzugen oder ausschließen. Ziel ist es, gleichberechtigte gesellschaftliche Bedingungen zu fördern und geschlechtliche sowie sexuelle Vielfalt anzuerkennen.