/ˈvɪktɪm ˈbleɪ̯mɪŋ/

Victim Blaming bezeichnet die Zuschreibung von Mitverantwortung oder Schuld an Personen, die Gewalt, Belästigung oder Diskriminierung erfahren haben.
Typische Muster sind Fragen nach Kleidung, Verhalten oder Alkoholkonsum statt Fokussierung auf das Verhalten der Täterperson.
Victim Blaming verschiebt Verantwortung, entlastet Täterstrukturen und verstärkt Scham sowie sekundäre Traumatisierung. Es kann dazu führen, dass Betroffene Vorfälle nicht melden.
Der Begriff wird insbesondere in der Gewaltforschung und in Diskursanalysen verwendet.