/ˈtɔksɪʃə ˈmɛnɐlɪçkaɪ̯t/

Toxische Männlichkeit bezeichnet kulturell vermittelte Männlichkeitsnormen, die schädliche Verhaltensweisen fördern oder legitimieren, etwa übermäßige Dominanz, emotionale Unterdrückung, Gewaltakzeptanz oder Abwertung von Weiblichkeit.
Der Begriff richtet sich nicht gegen Männer als Individuen, sondern beschreibt gesellschaftliche Rollenerwartungen, die sowohl anderen als auch Männern selbst schaden können.
Solche Normen können riskantes Verhalten, psychische Belastungen, Aggression oder geringe Hilfesuchbereitschaft begünstigen. Sie wirken normierend, indem Abweichungen sanktioniert werden („Ein Mann weint nicht“).
Das Konzept stammt aus der kritischen Männlichkeitsforschung und dient der Analyse sozialer Rollenmuster, nicht der Pauschalverurteilung.