/ˈtoːkən/
Ein Token bezeichnet eine einzelne Person aus einer marginalisierten Gruppe, die in einer Institution oder Organisation sichtbar positioniert wird, ohne jedoch strukturelle Veränderungen oder tatsächliche Machtverteilung zu bewirken.
Tokenisierung tritt auf, wenn Vielfalt symbolisch präsentiert wird, während Entscheidungsstrukturen unverändert bleiben. Die betroffene Person wird dabei häufig zur repräsentativen Ausnahme stilisiert und steht unter erhöhter Beobachtung.
Tokenisierung kann zu sozialer Isolation, Leistungsdruck und stereotypisierender Wahrnehmung führen („Beweisfunktion“). Gleichzeitig bleibt das strukturelle Ungleichgewicht unangetastet.
Der Begriff wird in Diversitäts- und Organisationsanalysen verwendet, um oberflächliche Inklusionsmaßnahmen von nachhaltigen strukturellen Veränderungen zu unterscheiden.